Filmpremiere: ‚Holger Mahler – Ein Leben gegen den Strom‘

von Jürgen Kinter (mpz) und Holger Mahler / Hamburg 2026 / 78 min

Donnerstag 15. Oktober 2026, 19 Uhr im mpz

Zu Gast: Holger Mahler + Jürgen Kinter

Der Film zeichnet über viele Jahre hinweg ein Stück Hamburger Arbeits- und Lebensgeschichte nach. Im Mittelpunkt steht dabei Holger Mahler, bekannt geworden durch die Auseinandersetzungen bei den Howaldtswerke Deutsche-Werft AG Hamburg (HDW).
Zahlreiche Filmausschnitte und Fotos geben einen Einblick in seine Aktivitäten, machen seine vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen anschaulich. In rückblickenden Gesprächen lässt Holger Mahler seine Erinnerungen aufleben:

1944 in der Kriegszeit im Eppendorfer Bunker geboren, aufgewachsen im Luruper Weg, im ehemaligen Arbeiterviertel Eimsbüttel. Ab 1960 Lehre und Berufstätigkeit als Maschinenschlosser bei HDW. Dort aktiv als Betriebsrat, Vertrauensmann und Betriebsratsvorsitzender. 1981 Ausschluss aus der IG-Metall wegen Gründung der alternativen Liste „Aktive Metaller“.
Nach dem Ende der Howaldtswerke und Schließung der Werft: Unterstützung der HDW-Arbeitsloseninitiative, Berufstätigkeit beim Verein Ökologische Technik, ab 1996 Geschäftsführer beim Verein für Traditionsschiffe zu Hamburg (VTH).
Nach dem beruflichen Ende 2006 engagiert sich Holger Mahler im „Unruhestand“ ehrenamtlich beim Hafenmuseum Hamburg und gewerkschaftspolitisch bei ver.di, bis heute. Auch hier nicht ohne anzuecken.

In dem vielschichtigen biographischen Portrait mit aktuellen Zeitbezügen kommen alltägliche Geschichten ebenso zur Sprache und ins Bild wie herausragende Ereignisse und persönliche Schicksale und Enttäuschungen in seinem Leben.
Ein reiches Leben, mit und gegen den Strom und Zeitgeist, das Mut macht und zu Diskussionen anregen soll.

Eintritt frei – Spende erwünscht

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht: Unser Konto: mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs

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mpz-salon: ‚Freistaat Mittelpunkt‘

Mittwoch 23.September 2026, 19 Uhr im mpz:

‚Freistaat Mittelpunkt –
Das Leben von Ernst Otto Karl Grassmé ‚
von Kai Ehlers, 79 min, 2019,

Zu Gast: Filmemacher Kai Ehlers

Als psychisch Kranker wurde Ernst Otto Karl Grassmé im Nationalsozialismus interniert und zwangssterilisiert. 1939 entlassen entkam er gerade noch dem Euthanasieprogramm. Nach diesen Erfahrungen lebte er als Einsiedler in der Nähe Elmshorns, auf einem Moorgrundstück bei Dauenhof, wo er 1991 starb.

Der Film zeichnet anhand bewegenden Bildern und Briefen die Lebensgeschichte von Ernst Otto Karl Grassmé und seiner Frau Berta, die zeitweilig mit ihm im Moor lebte, nach.

Seine Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Rassenideologie setzen sich nach dem Krieg fort. 1950 wird seine Schadensersatzforderung für seine Zwangssterilisierung als ‚Erbgesundheitssache’, ein Begriff aus dem Nationalsozialismus, eingestuft. Erst kurz vor seinem Tod wird ihm eine Rente von 100 Mark bewilligt. Eine Entschuldigung hat er nie erhalten.

Eintritt frei – Spende erwünscht

Zu dem Film und der Geschichte von Ernst Otto Grassmé gibt es ein vielfältiges Archiv: https://archiv.freistaat-mittelpunkt.de/film

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Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn zeigt: …nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen

Dienstag 15. September 19 Uhr:
Film + Gespräch im Industriemuseum Elmshorn, Catharinenstr. 1, 25335 Elmshorn.

Zu Gast:
Sonja Petersen, Betriebsrätin HHLA, ver.di +
Ulrike Gay, Filmemacherin mpz,

‚…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen‘
von mpz + Frauenarbeitskreis im Museum der Arbeit, Ulrike Gay, Sabine von Kessel, Elisabeth von Dücker 1991, 53 min.

Bis Ende der 1990er Jahre wurden Frauen im Hafen kaum wahrgenommen, doch es gab sie. Wir zeigen vier Beispiele: Kranfahrerin, Putzfrauen, Fischarbeiterinnen, Sekre­tärin.
Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben der Frauen im Hafen, denn: acht bis zehn Minuten können keinem Frauenleben gerecht werden. Wir konnten sie nicht alle zeigen, all die Frauen, ohne die im Hafen nichts läuft: die Frauen in den EDV-Abteilungen, in Kantinen, im LKW, die Prostituierten, die Schwei­ßerinnen, die Funkerinnen, die (Ehe-)Frauen von Ha­fen- und  Werftarbeitern, die Binnenschifferinnen …
Heute treffen wir im Hafen häufiger Frauen in fast allen Berufen neben männlichen Kollegen. Aber hat sich die Situation wirklich verändert?

Eintritt frei


Kontakt: frauengeschichtswerkstatt-elmshorn@posteo.de
www.industriemuseum-elmshorn.de

mpz: info@mpz-hamburg.de

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mpz-salon: ‚Jeder Acker, Jede Fabrik – Ideen für eine notwendige Revolution‘

Ein Film von Labournet TV und AngryWorkers (D, 2026, 67 min)
Filmtrailer: https://www.labournet.tv/de/videos/JAJF-trailer

Montag: 7. September 19 Uhr im mpz
Zu Gast: Filmemacher*innen


Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.
Wir haben Genoss*innen zu den revolutionären Momenten der 1970er Jahre befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben dutzende Arbeiter*innen interviewt, die sich aktuell auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahnschächten zur Wehr setzen.
In “Jeder Acker, jede Fabrik”  entwickeln wir aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon, wie der Übergang in eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. – Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.

Eintritt frei – Spende erwünscht

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Dorfkino Kiebitzreihe: ‚Von Bananenbäumen träumen‘

Kleines Dorf – Große Pläne

im KiebitzHuus, Schulstraße 65, neben der Grundschule Kiebitzreihe:
Sonntag 29. März, 19 Uhr:
‚Von Bananenbäumen träumen‘
von Antje Hubert / 92 min / 2016

Zu Gast: Antje Hubert

Oberndorf, ein Dorf im Mündungsgebiet der Elbe. Die Gemeindekasse ist leer, Arbeitsplätze sind rar, kleine Höfe werden aufgegeben.

Doch einige Dorfbewohner wollen sich nicht mit dem drohenden Niedergang abfinden. Sie machen gemeinsam eine Kneipe auf und fassen einen folgenreichen Plan – sie wollen Geld zur Rettung des Dorfes verdienen. Mit Hilfe von Berliner Projektentwicklern gründen sie eine Bürgeraktiengesellschaft und entwerfen ein außergewöhnliches Geschäftsmodell.
Gülle ( reichlich vorhanden!) soll die Energie liefern für die Aufzucht von afrikanischen Welsen und: Bananenbäumen!

Eintritt frei – Spende erwünscht

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